FELIX Awards 2016 vergeben

Rekorde, Medaillen, Olympische Spiele, Paralympics: Das Jahr 2016 war für viele NRW-Sportlerinnen und -Sportler ein außergewöhnliches. Die Besten des Sports wurden am 09. Dezember mit den FELIX-Awards ausgezeichnet. Über 1.100 Gäste in der ausverkauften Westfalenhalle in Dortmund bereiteten den Preisträgerinnen und Preisträgern einen feierlichen Empfang.

Bereits zum zehnten Mal durften sich die sportbegeisterten Menschen in NRW an der Sportlerwahl des Bundeslandes beteiligen. Die Resonanz in diesem Jahr war überwältigend: knapp 148.000 Bürgerinnen und Bürger gaben ihre Stimme beim Online-Voting ab - eine neue Rekordmarke. Die Landesregierung und der Landessportbund (LSB) NRW hatten gemeinsam geladen und bei der festlichen Gala in Dortmund holten sich die Gewinnerinnen und Gewinner dieses Jahr in sieben Kategorien ihre Awards ab.

In der Kategorie „Sportler des Jahres“ setzte sich Olympiasieger Max Rendschmidt (Kanu) unter anderem gegen Sprinter Julian Reus sowie den Olympiadritten im Diskuswerfen, Daniel Jasinski, durch. Den FELIX als „Sportlerin des Jahres“ nahm Annika Drazek (Bobsport) entgegen. Bei der Weltmeisterschaft in Innsbruck-Igls gewann sie als Anschieberin von Pilotin Anja Schneiderheinze die Goldmedaille. Die 21-Jährige verwies damit Lisa Schmidla (Rudern) und Gina Lückenkemper (Sprint) auf die Plätze. In der Rubrik „Team des Jahres“ setzte sich die deutsche 4x100m-Staffel der Damen durch. Tatjana Pinto, Rebekka Haase, Gina Lückenkemper und Lisa Mayer belegten im Finale in Rio den vierten Rang. Ebenfalls nominiert waren der deutsche Kajakvierer der Männer und die deutschen Hockeyherren.

In der Kategorie „Behindertensportler/-in des  Jahres“ freute sich Vanessa Low über ihren ersten FELIX. Die Paralympics-Siegerin im Weitsprung landete damit vor Paracycler Hans-Peter Durst und ihrem Leverkusener Vereinskollegen David Behre.

Den FELIX als „Newcomer/-in des Jahres“ nahm Leichtathletin Konstanze Klosterhalfen entgegen. Ebenfalls in der Kategorie nominiert waren unter anderem Keshia Kwadwo (Sprint) und Damian Wierling (Schwimmen).

Das zweite Jahr in Folge wurde mit Benedikt Höwedes in der Rubrik Fußball-FELIX ein Profi von Schalke 04 geehrt. Jonas Hector (1. FC Köln) und Pierre-Emerick Aubameyang (Borussia Dortmund) konnten sich dahinter platzieren.

Der Verleihung des FELIX in der Kategorie „Trainer/in des Jahres“ ging eine Jury-Wahl voraus. Ausgezeichnet wurde Beachvolleyball-Trainer Jürgen Wagner. Zusammen mit den Beachvolleyballerinnen Kira Walkenhorst und Laura Ludwig machte er den Gold-Coup bei den Olympischen Spielen in Rio perfekt.

In der diesjährigen Auswahl der nominierten Athletinnen und Athleten spiegelte sich die erneut enorme Vielfalt der Sportlandschaft Nordrhein-Westfalens wider. Die Leistungssportler des Landes mischten in vielen Disziplinen vorne mit, national wie international. Dabei waren die Olympischen und Paralympischen Spiele in Rio sowie die Fußball-Europameisterschaft in Frankreich nur zwei sportliche Highlights, die gefeiert wurden.

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft zeigte sich sehr zufrieden mit dem zurückliegenden Sportjahr und beglückwünschte die Athletinnen und Athleten: „Ich danke Ihnen allen ganz herzlich, dass Sie mit Ihrem Talent, Ihrem Trainingseifer und Ihrer Beharrlichkeit für phantastische Sportereignisse gesorgt haben. Sie haben damit auch unserem Land Nordrhein-Westfalen alle Ehre gemacht.“ Die Ministerpräsidentin betonte: „Ihre Erfolge zeigen, dass NRW wirklich das Sportland in Deutschland ist - und das wollen wir auch in Zukunft bleiben.“

Ein besonderes Highlight in diesem Jahr war eine Ehrung im Rahmen des 10-Jährigen Jubiläums. Als bester Sportler des Jahrzehnts wurde Tischtennis-Ass Timo Boll geehrt. Der frühere Weltranglistenerste wurde vorab von einer Expertenjury ausgewählt. „Er ist jetzt schon eine lebende Tischtennis-Legende und gehört seit Jahren zur absoluten Weltklasse“, sagte Ministerpräsidentin Kraft in ihrer Laudatio. „Timo Boll hat in den 15 Jahren in der Weltspitze das deutsche Tischtennis geprägt wie kein anderer. Er ist ein ganz Großer des Sports, einer, an dem sich jeder ein Beispiel nehmen kann. Fairness und Teamgeist sind Werte, die für ihn mindestens genauso zählen wie Medaillen.“

LSB-Präsident Walter Schneeloch brachte es auf den Punkt: „Alle Nominierten hätten für ihre Leistungen in diesem Jahr unsere Auszeichnung verdient. Die unverändert hohe Beteiligung an der Wahl ist eine tolle Würdigung unserer herausragenden Sportlerinnen und Sportler, deren großartige Leistungen den Ruf Nordrhein-Westfalens als Sportland Nummer 1 unterstrichen haben.“ NRW-Sportministerin Christina Kampmann sagte: „Ich gratuliere den Preisträgerinnen und Preisträgern herzlich zum Gewinn des FELIX und danke allen Athletinnen und Athleten für spannende Momente und beeindruckende Höchstleistungen in diesem Jahr. Ihr Erfolg ist ein Erfolg für uns alle und wird sicherlich viele junge Sportlerinnen und Sportler motivieren.“

Die WDR-Sport-Moderatoren Anke Feller und Claus Lufen führten durch den emotionalen Abend, bei dem Hammerwerfer Markus Esser der „besondere FELIX“ überreicht wurde. Der als „ewiger Vierter“ bei internationalen Top-Wettkämpfen bekannt gewordene Leverkusener hatte nachträglich die EM-Bronzemedaille 2006 bekommen, nachdem der damalige Sieger von Göteborg erst einige Jahre später des Dopingmissbrauchs überführt worden war. Aus dem gleichen Grund wird Esser in den Statistiken auch mittlerweile als WM-Dritter von 2005 geführt.

Einige Showacts rundeten die feierliche Gala ab. Mit ihren fünf Dirt-Bikes zeigten die Artisten von „Air Time“ eine einmalige Freestyle Show, für stilvolle musikalische Unterhaltung sorgten die Sänger von Truly International.

 

Die Gewinner der FELIX-Awards 2016

Sportler des Jahres: Max Rendschmidt (Kanu)

Sportlerin des Jahres: Annika Drazek (Bob)

Team des Jahres: 4x100m Staffel (Leichtathletik)

Newcomer des Jahres: Konstanze Klosterhalfen (Leichtathletik)

Trainer/in des Jahres: Jürgen Wagner (Beachvolleyball)

Behindertensportler/-in des Jahres: Vanessa Low (Weitsprung, Sprint)

Fußball-FELIX: Benedikt Höwedes (FC Schalke 04)